Ich bin am Mittwoch zu meiner Schwester gefahren, um ihr die zwei kleinen ein wenig abzunehmen. Sie und ihr Mann stecken grad mitten im Hausbau und haben alle Hände voll zu tun.
Als ich am Samstag Abend wieder zuhause ankam, waren auch meine Eltern übers Wochenende verreist und ich kam in ein eiskaltes Haus. Mein erster Impuls war, meine Eltern für verrückt zu erklären, für 2 Tage die Heizung abzustellen, aber ein klärendes Telefonat belehrte mich eines besseren: die Heizung war defekt.
Da stand ich nun, kramte alte Pfadfinderweisheiten aus meinem durchfrorenen Hirn, um das Feuer im Kamin in Gang zu bringen. Dann alle Fenster mit Rolläden und Vorhängen verrammelt um zu isolieren wo es nur eben ging. Letzter Akt war dann, so viele Teelichter und Kerzen anzuzünden, wie ich finden konnte und mich mit einer Decke in einem Sessel zu verschanzen.
So harrte ich
vielleicht zwei einige Stunden aus. Der einzige Gedanke, der mich einigermaßen bei Laune hielt, war der an ein heißes Bad, bevor ich mich im Bett unter Decken begraben wollten. Dann kam das große Erwachen: ohne Heizung, kein heißes Wasser....aaaaaaaaahhhhhhh!!!!!!
Naja...bin dann eben ohne vorhergehendes Bad in mein 9 Grad kaltes Zimmer geschlurft und hab mich ins Bett begeben. Ich bin noch nie so dick eingemummelt schlafen gegangen und ehrlich gesagt hatte ich es im Bett wohl auch noch nie so schön warm....ich meine, wirklich SCHÖN warm...normalerweise wirds mir schnell ZU warm, aber Samstag war das genau richtig so.
Der Sonntag fing dann ähnlich an, wie der Samstag aufgehört hatte, und nachdem um halb 2 ein Handwerker da war, konnte ich so gegen 4 auch endlich heiß baden. Um halb 9 war die Heizung dann sogar wieder soweit aufgeheizt, dass man die Räume als warm und angenehm bezeichnen konnte. Danke, lieber Handwerker!